Bürger:innen Informationen zur kommunalen Wärmeplanung und den Richtlinien im GEG

Gemäß dem Klimaschutzgesetz muss 2045 die sogenannte Nettotreibhausgasneutralität erreicht werden. Somit dürfen keine weiteren THG Emissionen mehr ausgestoßen werden. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es im Gebäudesektor zwei wesentliche Fahrpläne:

Alle folgenden Angaben und Aussagen dienen lediglich zur ersten Orientierung. Eine fachlich fundierte Energieberatung ist unerlässlich für fundierte und analytisch korrekte Aussagen. Informationen zu unserem unabhängigen und neutralen Beratungsangebot finden Sie hier.

Als Privatperson betrifft sie bei einem Neubauprojekt oder einem Heizungstausch vor allem das Gebäudeenergiegesetz.

Für die strategische Ausrichtung der Wärmeversorgung in Kommunen gilt grundlegend das Wärmeplanungsgesetz.

Fazit: Steht ein Heizungsaustausch an, ist es in den meisten Fällen sinnvoll, schon jetzt auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien umzusteigen. 

Aber welche Heizsysteme gibt es und was muss ich berücksichtigen?

Um bereits eine Einschätzung dafür zu gewinnen, welches Heizsystem für ein Gebäude in Frage kommt, kann die Berechnung der Heizlast sowie der Platzbedarf als erste Orientierung dienen. Im nächsten Schritt gibt es weitere Faktoren, die bei der Wahl der einzelnen Systeme eine Rolle spielen.

Wie berechne ich meine Heizlast?

Die Heizlast beschreibt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude an kalten Tagen benötigt und wird in Kilowatt (kW) angegeben.

Für eine erste grobe Einschätzung kann das Online-Tool des Bundesverband Wärmepumpe e.V. verwendet werden.

Mit folgender Formel können Sie auch selbst eine erste Abschätzung treffen:

Heizlast in kW = jährliche Wärmeenergie in kWh / Vollaststunden

Für die Volllaststunden können 1.800h angesetzt werden, diese entsprechen den Heizungsbetrieb in Wohngebäuden.

Wenn der Wärmebedarf nicht direkt bekannt ist, jedoch der Verbrauch von Heizöl, Erdgas oder Flüssiggas vorliegt, kann die Wärmeenergie mit der folgenden Umrechnung bestimmt werden:

Brennstoff und Einheit

Umrechnungsfaktor

Wärmeenergie

Heizöl in Liter

10 kWh pro Liter

Verbrauch × 10

Erdgas in m³

10 kWh pro m³

Verbrauch × 10

Flüssiggas in Liter

7,1 kWh pro Liter

Verbrauch × 7,1

 

Die Folgende Übersicht dient zur groben Orientierung welches Heizungssystem gemäß Ihrer Heizlast passen könnte:

Geschätzte Heizlast (kW)

Möglicherweise geeignete Systeme

bis 15 kW

Wärmepumpe

15-35kW

Pellet

Über 35 kW

Hackschnitzel

Förderungen

Mit der BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) erhalten Sie finanzielle Unterstützung bei der Sanierung von Gebäuden. Umgesetzt werden die einzelnen Förderungen von der BAFA und der KfW.

Die BAFA fördert:

  • Gebäudehülle (bis zu 15%, wenn individueller Sanierungsfahrplan vorhanden +5%)
  • Anlagentechnik (bis zu 15%, wenn individueller Sanierungsfahrplan vorhanden +5%)
  • Wärmeerzeuger (bis zu 70%)
  • Heizungsoptimierung (bis zu 50%)

Die KfW födert:

  • Heizungsförderung (bis zu 70%)

Hinweis: Die Förderlandschaft ändert sich häufig. Prüfen Sie immer die aktuellsten Informationen direkt auf den Seiten des BAFA und der KfW für Ihren spezifischen Fall. 

Erfahren Sie mehr zu:

Wichtig: Die Auswahl eines technisch und wirtschaftlich geeigneten Systems erfordert eine qualifizierte Energieberatung. Unsere Informationen sollen eine erste Orientierung gewährleisten und Verständnis fördern, ersetzen aber keine individuelle Energieberatung.