09.06.26
09.00 Uhr
um:welt Energie-Bildungszentrum
Events um:welt im Unterricht - Fast Fashion
Fast Fashion – Konsum, Klima und globale VerantwortungKaufen – Tragen – Wegschmeißen.Immer mehr, immer schneller, immer billiger – so funktioniert das System Fast Fashion.
Kleidung ist heute oft ein kurzlebiges Konsumprodukt. Doch hinter jedem T-Shirt steckt ein globales System aus Rohstoffgewinnung, Produktion, Marketing und Entsorgung – mit weitreichenden ökologischen und sozialen Folgen.
Die Fortbildung sensibilisiert für diese Zusammenhänge und bietet Lehrkräften Impulse, wie sich das Thema Mode, Konsum und Klima differenziert und lebensnah im Unterricht aufgreifen lässt. Dabei steht nicht moralischer Verzicht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie Konsumentscheidungen entstehen und welche Auswirkungen sie haben.
Neben Einblicken in die Mechanismen der Modeindustrie und ihre Marketingstrategien werden auch Zielkonflikte und Kontroversen sichtbar: zwischen Konsum, globaler Produktion, Arbeitsbedingungen, Umweltfolgen und individuellen Handlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, diese Spannungsfelder im Unterricht konstruktiv und diskursorientiert zu bearbeiten.
Die Fortbildung stellt Bezüge zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und relevanten Lehrplaninhalten her und zeigt, wie sich das Thema in verschiedenen Fächern verankern lässt. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden methodische Zugänge kennen, die Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Analyse und Diskussion anregen – etwa über Rollenperspektiven, Werbestrategien oder globale Lieferketten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Konsumthemen im Unterricht besprochen werden können, ohne zu moralisieren oder zu beschämen. Stattdessen soll ein Raum entstehen, in dem Schülerinnen und Schüler eigene Konsumentscheidungen reflektieren und Handlungsmöglichkeiten entdecken können.
Zielgruppe
Lehrkräfte aller Schularten
(Schwerpunkte: Geografie, Religion, Ethik, Sozialkunde, BNE, Hauswirtschaft)
Ziele der Fortbildung
Die Teilnehmenden:
- verstehen die Modeindustrie als problematisches System entlang des globalen Lebenswegs von Kleidung
- können Zusammenhänge zwischen Mode, Konsum und Klima einordnen
- erhalten Einblicke in Marketingstrategien der Fast-Fashion-Industrie
- lernen Methoden kennen, um komplexe Konsumthemen diskursiv im Unterricht zu bearbeiten
- reflektieren die Rolle von Konsum, Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten im schulischen Kontext
- erkennen Anknüpfungspunkte zu Lehrplaninhalten und Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Didaktisches Leitmotiv
Nicht: „Nie wieder neu kaufen!“
Sondern:
„Welche Entscheidungen stecken hinter unseren Konsumentscheidungen – und welche Folgen haben sie?“
So können Konsumentscheidungen im Unterricht als Erfahrung von Selbstwirksamkeit verstanden werden:
„Meine Entscheidungen haben einen Impact.“
Ort
um:welt Energie-Bildungszentrum
UG RUBINA
Rudolf-Vogt-Straße 18
93053 Regensburg
