• Solare Power - Edison

  • Finkbeiner - Eisbär vs Menschheit

  • Gore - Planet und Wirtschaft

  • Kenia - Leihgabe

  • Sacharow

  • Badum - Kurve

  • warming stripes

Status Quo Klimawandel und konkrete Lösungsansätze für Energiewende und Klimaschutz

11 / 02 / 2020

Aktuelles und notwendige Veränderungen im Bereich Energie und Klimaschutz - Vortrag in der Gemeinde Elsendorf

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung zur Informationsveranstaltung zum Thema Energiewende und Klimawandel der Gemeinde Elsendorf in Appersdorf am 6. Februar. Nach der Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Markus Huber und durch Dr. Martin Biendl als Gemeinderat stellte der Geschäftsführer der Energieagentur Regensburg, Herr Ludwig Friedl, die Energieagentur vor, in der die Gemeinde Elsendorf sowie der Landkreis Kelheim Mitglied sind.

Anfangs zeigte Friedl anhand aktueller Energiedaten Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene bezüglich Energieverbrauch und Entwicklung der Treibhausgase auf. Dabei wurde deutlich, welche Herausforderungen uns in der Reduzierung der Treibhausgase für eine Eindämmung des Klimawandels in den nächsten drei Jahrzehnten bevorstehen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Deutschland zu einem Großteil durch fossile Öl- und Gasimporte aus Russland versorgt wird.

Energiewende und Klimaschutz ganz konkret

Letztlich zählen für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zwei große Handlungsfelder - Klimaschutz und Energiewende. Beim Klimaschutz geht es um die konsequente Reduzierung der Treibhausgase durch die Schaffung von natürlichen CO2-Senken wie beispielsweise durch den Auf- und Ausbau von Wäldern, Mooren sowie Grünflächen jeder Art. Darüber hinaus bringt ein vermehrter Einsatz von Holz aus Baustoff eine direkte Bindung von CO2 und vermeidet dazu die in der Betonbauweise frei werdenden Emissionen. „Das CO2 darf nicht mehr in die Biosphäre entweichen, sondern muss in der Erde bleiben bzw. dort wieder gebunden werden“ führte Friedl an.

Das zweite Handlungsfeld liegt in der Energiewende. Hier gilt die Formel möglichst viel des Energieverbrauchs durch die Sanierung von Gebäuden und durch die Steigerung der Energieeffizienz, z. B. den Einbau von neuen und sparsamen Heizsystemen und Beleuchtungssystemen, zu reduzieren. Friedl zeigte auf, dass das neu aufgelegte Klimapaket der Bundesregierung hier enorme Förderungen für Privathaushalte zur Verfügung stellt. Wer zum Beispiel seine Öl- und Gasheizung gegen eine Wärmepumpe oder einen Biomassekessel (Holz, Hackschnitzel oder Pellets) tauscht, erhält seit Januar 2020 bis zu 45 Prozent der gesamten Investitionen als Förderung vom Bund zurück.

Aber auch die Kommunen können einen Beitrag für eine regionale Energiewende und einen wirksamen Klimaschutz leisten. So sollten diese beispielsweise versuchen, neue Baugebiete für einen Einsatz von Nahwärmesystemen vorzubereiten. Dabei können Neubauten und naheliegende Bestandsgebäude bis hin zu größeren Liegenschaften durch eine zentrale Energieerzeugungsanlage effizient und erneuerbar betrieben werden. Diese Zentralen können wahlweise Wärme und Strom für ganze Ortsteile erzeugen. Beim Einsatz von Biomasse kann der Energieträger darüber hinaus noch aus der Region ohne lange Wege umweltfreundlich verwendet werden.

Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann bei der Energieagentur eine Beratung im Regionalbüro im Landratsamt Kelheim oder in Form eines Besuchs zuhause erhalten.

© Energieagentur Regensburg

Markus Huber, Bürgermeister Gemeinde Elsendorf, Ludwig Friedl, Energieagentur, Dr. Martin Biendl, Gemeinderat. Bildquelle: Veronika Weigert