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BioKlima fördert nun auch kleine Biomasseheizwerke

27 / 03 / 2019

Informationsveranstaltung der Energieagentur Regensburg e. V. in Kooperation mit dem Landkreis Kelheim, den Stadtwerken Kelheim, dem Technologie- und Förderzentrum (TFZ) und C.A.R.M.E.N e. V. im Landratsamt Kelheim.

Kelheim, 26.03.2019: Rund 50 Besucher haben sich nach einer Begrüßung durch Landrat Martin Neumeyer am 27. März im Landratsamt Kelheim über die Förderprogramme BioKlima, Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau sowie über die Kommunalrichtlinie informiert.

Das aktualisierte Förderprogramm „BioKlima“ trat am 1. Januar in Kraft. Damit fördert der Freistaat Bayern künftig auch kleinere Biomasseheizwerke mit einer Nennwärmeleistung ab 60 Kilowatt.

Bereits seit 2009 fördert Bayern Biomasseheizwerke im Rahmen des Förderprogramms BioKlima, um die Wärmeversorgung mit Nachwachsenden Rohstoffen zu stärken. Roland Dindaß, stellvertretender Sachgebietsleiter, stellte die Neuerungen des Förderprogramms im Detail vor. Bisher waren Biomasseheizwerke erst ab einer Nennwärmeleistung von rund 120 Kilowatt zuwendungsfähig. „Mit der Novelle von BioKlima können nun bereits kleinere effiziente und umweltschonende Biomasseheizwerke gefördert werden“, erklärte Dindaß.

Mit BioKlima lassen sich beispielsweise auch kleinere Insellösungen zur Versorgung mehrerer Liegenschaften in ländlichen Gebieten mit bayerischen Fördermitteln unterstützen. Um die Fördergelder in Anspruch nehmen zu können, solle das Projekt vorab am TFZ besprochen werden, auch der Antrag sei vor Maßnahmenbeginn am TFZ zu stellen, betonte der Experte des Förderzentrums Biomasse.

Bernhard Pex von der Abteilung Festbrennstoffe bei C.A.R.M.E.N. e. V. ging auf die notwendigen Schritte für den Aufbau eines effizienten Nahwärmenetzes ein. „Ein Nahwärmenetz ist nur dann sinnvoll zu betreiben, wenn die Wärmeabnehmer genügend dicht beieinander liegen“, sagte Pex.

Ludwig Friedl, Geschäftsführer der Energieagentur Regensburg e. V., gab einen Überblick über das Bundesförderprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Projektingenieur Sebastian Zirngibl, ebenfalls Energieagentur, stellte die wesentlichen Änderungen der Kommunalrichtlinie 2019 den Anwesenden vor.

Im Anschluss an die Vorträge gewährten die Stadtwerke Kelheim einen Einblick in das Biomasseheizkraftwerk im Gewerbegebiet Kastlacker. Mit regionalen Hackschnitzeln wird hier effizient, erneuerbar sowie störungsfrei Strom und Wärme produziert. Als Beitrag zum Klimaschutz werden jährlich rund 5.500 Tonnen CO2 eingespart.

© Energieagentur Regensburg