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Abensberger Realschüler retten Fossilia aus der Energiekrise

21 / 12 / 2017

Energieagentur Regensburg besucht im Auftrag des Landkreises Kelheim erste weiterführende Schulen mit Bildungsprojekt zu Energie und Klimaschutz. Auftakt an Johann-Turmair-Realschule Abensberg.

Kern des Projektes ist das Märchen zweier Länder, Fossilia und Regeneratien. Mit diesem beginnt der Unterrichtsbesuch der Energieagentur. Höchst gespannt hängen die Fünftklässler an den Lippen der Referentin Katja Kunstmann, die den Realschulkindern die dramatische Geschichte nahebringt.

Das Ende des Märchens ist schnell erzählt und dürfte aufgrund der Ähnlichkeit zur derzeitigen Situation in Deutschland bekannt sein. Den Fossilianern gehen die umweltschädlichen Energieträger aus, so dass sie diese in anderen Ländern teuer einkaufen müssen. Das Land ist gänzlich umgegraben, ähnelt einer Mondlandschaft und die Umwelt ist zerstört. Der Energieverbrauch steigt ins Unermessliche. Kurzum: das Land bewegt sich geradewegs auf eine Katastrophe zu. Doch zum Glück ist Rettung in Sicht. Denn die Mitarbeiter der Energieagentur haben auch die Lösung der Energiekrise im Gepäck: eine Menge Tipps und Tricks aus Regeneratien, wie die Fossilianer ihr Land möglichst schnell wieder gesund und lebenswert machen können.

Dann beginnt die Experimentierphase des Projektes. Der Eifer und die Motivation der Kinder kennt kaum noch Grenzen. Die Schülerinnen und Schülern sollen einen ersten Zugang zu den Erneuerbaren Energieträgern erhalten. In Expertengruppen werden die Themen Biomasse, Solarthermie, Wasser und Wind genauer unter die Lupe genommen mit dem Ziel, Kraftwerke zu bauen, die man in der nachfolgenden Unterrichtsphase den anderen Gruppen aus der Klasse vorstellen kann. Zu jeden der Themen hat die Energieagentur spezielle Arbeitsblätter und -aufträge entwickelt.

Das Konzept geht auf, denn am Ende ist man sich einig, dass die 90 Minuten, die für jede Klasse zur Verfügung stehen, wie im Flug vergangen sind. Voller Stolz auf die selbst gebauten Kraftwerke verlassen die Realschüler den Projektraum und kehren in den Schulalltag zurück. „Die Inhalte der Unterrichtsbesuche sind sehr gut überlegt und schülernah gestaltet. Der Versuch, die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch an das doch sehr komplexe Thema heranzuführen, gelingt voll“, resümiert Dr. Jürgen Kastner, der die Besuche an der Schule koordiniert hat.

Das Bildungsprojekt wurde zunächst für ein Schuljahr beauftragt. Regionalmanagerin des Landkreises Kelheim, Julia Schönhärl, die das Projekt seitens des Landkreises betreut, weiß: „Die Energiewende wird die Herausforderung schlechthin für die Generation der jetzigen Schülerinnen und Schüler. Sie frühzeitig für diese Thematik zu sensibilisieren ist dem Landkreis Kelheim ein großes Anliegen.“

Frau Kunstmann zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Johann-Turmair-Realschule beim experimentieren