Windenergie
Bereits seit Jahrhunderten wird die Windkraft vom Menschen genutzt. Nicht nur bei der Fortbewegung in Segelschiffen, sondern auch beim Einsatz von Windmühlen zum Betrieb von Getreidemühlen oder Wasserpumpen wusste man schon früh die Kraft des Windes zu schätzen.
Heute treten an die Stelle der Windmühlen die Windkraftanlagen bzw. große Windparks, die es ermöglichen, aus Windenergie Strom zu erzeugen.
Dabei treibt der Wind die Rotorblätter an, welche diese Rotationsenergie an einen Generator weitergeben, der elektrischen Strom erzeugt. Der Strom wird dann ins öffentliche Netz eingespeist.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Onshore- und Offshore-Anlagen. Während Onshore-Anlagen auf dem Land betrieben werden, wird bei Offshore-Anlagen die Windenergie auf dem Meer oder der See genutzt. Obwohl bei Offshore-Anlagen meist höhere Investitionen aufgrund der korrosionsbeständigen Materialien und der aufwendigeren Aufstellung nötig sind, machen dennoch die durch konstante und stärkere Winde großen Energieerträge Offshore-Windkraftanlagen bzw. - Windparks durchaus lukrativ.
Die Windkraft nimmt in Deutschland den größten Anteil bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ein. Im Jahr 2008 wurden ca. 6,6 % vom Gesamt-Bruttostromverbrauch durch Windkraft gedeckt. Bayern liegt dabei deutschlandweit gesehen noch relativ weit hinten. Vorreiter ist das Bundesland Niedersachsen, wo im Jahr 2008 eine installierte elektrische Leistung von über 6.000 MW verzeichnet wurde.


